Le Clos du Caillou

LE CLOS DU CAILLOU
Le Clos du Caillou war ursprünglich ein echter Clos von 17 Hektar, umgeben von einer 3 Kilometer langen Steinmauer, eingebettet zwischen Courthézon und Châteauneuf-du-Pape. 1956 kaufte Paul Pouizin den Clos. Sein Sohn Claude Pouizin begann mit der Rodung des Jagdgebiets, um die besten Lagen aufzuwerten. Mit kleinen Schritten schuf er ein Weingut mit einer ungewöhnlichen Ausgewogenheit (9 ha in Châteauneuf du Pape und 45 ha in Côtes du Rhône), hauptsächlich auf Kieselboden auf dem Hügel, der die Legende von Vaucluse begründete, aber auch auf Sand- und Safranböden, die einen sehr eleganten und feinen Wein hervorbringen. Diese Böden sind sehr durchlässig bei starken Regenfällen, sonnenverwöhnt und vom Mistral umweht und gehören zu den schönsten Terroirs der Appellation.
«Die konstant hohe Qualität der Weine dieses Weinguts macht es zu einem meiner dauerhaften Favoriten.»
Joe Czerwinski (The Wine Advocate)1995 beschlossen Sylvie und ihr Ehemann Jean-Denis Vacheron, Sohn der Familie Vacheron, Winzer in Sancerre, die Nachfolge von Claude Pouizin anzutreten. Die Beiden widmeten sich mit unglaublicher Energie der Entwicklung der Cuvées und der Aufwertung der Weine. Innerhalb weniger Jahre konkurriert Le Clos du Caillou mit den besten Produzenten der Appellation. Nach dem tragischen Tod von Jean-Denis im Jahr 2002 setzt Sylvie, mit der wertvollen Hilfe von Bruno Gaspard, den Kurs in Richtung einer ständig erneuerten Qualität fort. Die Böden werden durch regelmässiges Pflügen ohne Herbizide oder synthetische Produkte sowie mit einer auf Schwefel und Kupfer reduzierten Methode behandelt. Seit 2007 wird auf bestimmten Parzellen biodynamischer Anbau betrieben, unter Verwendung von Hornmist und Kieselsäure, die dynamisiert und unter Berücksichtigung des Rhythmus der Natur und des Kosmos in unseren Weinbergen ausgebracht werden.
Stilistisch brilliert Clos du Caillou durch seine verführerische, enorm duftige und cremig-samtige Struktur. Der mitunter üppigen Fruchtkonzentration und Power stehen Mineralität und samtiges Tannin gegenüber, was die Weine ausbalanciert. Es mag widersprüchlich klingen, doch viel mehr Terroir und Feinheit gibt es an der Rhône kaum.
Im Jahr 1936, als die Abgrenzung der Appellation Châteauneuf-du-Pape erfolgte, geschah etwas Historisches für die Zukunft des Clos du Caillou. Die Experten, die für die Abgrenzung der zukünftigen AOC zuständig waren, erschienen vor den Toren des Clos, um die Weinberge zu begutachten, damit der Clos in die AOC Châteauneuf-du-Pape aufgenommen werden konnte. Der damalige Wildhüter, der wenig Lust auf Gespräche hatte, empfing sie jedoch mit seinem Jagdgewehr. Die Experten waren über diesen Empfang verärgert und konnten die Weinberge des Clos nicht begutachten. Sie beschlossen daher, den Clos nicht in die AOC Châteauneuf-du-Pape aufzunehmen. Auf diesen Terroirs werden bis heute die Côtes-du-Rhône produziert.
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